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Haus- und Fachärztliche Praxis

Michael Steinhauer

 

Triggerpunkte sind bestimmte Punkte in der Muskulatur, die Schmerzen verursachen und Entzündungen unterhalten. Diese Punkte sind 1-2mm groß und nur für erfahrene Untersucher zu tasten. In der Umgebung eines Triggerpunktes ist der Muskel extrem angespannt, so dass ein Strang in der Muskulatur zu tasten ist, der sich wie eine Gitarrensaite an fühlt. Bei Berührung oder Dehnung kann es hier zu einer teilweise schmerzhaften Zuckungsreaktion kommen.

Seit den 1930er Jahren wurden diese Triggerpunkte in den USA akribisch untersucht. Federführend war dabei Frau Dr. Travell, eine sehr renommierte Ärztin, die sogar Präsident Kennedy behandelt hat. Dr. Travell hat ca. 400 Muskeln am menschlichen Körper untersucht und mit einer ungefährlichen, aber schmerzhaften Lösung gereizt, die sie mitten in den Muskel spritzte. Die Versuchspersonen spürten daraufhin einen Schmerz, der nicht nur im Muskel selber, sondern auch an einer für jeden Muskel typischen Stelle auftrat. Dr. Travell hat diese schmerzhaften Areale sorgfältig aufgezeichnet und mit der Zeit einen Schmerzatlas erstellt. Den Versuchspersonen konnte sie den Schmerz nehmen, indem Sie in den Muskel ein Lokalanästhetikum spritzte. Durch dieses Mittel zur örtlichen Betäubung konnte sie auch Patienten helfen, die Schmerzen hatten, die zu dem entsprechenden Muskel passten. Sie hat weitere Behandlungsmethoden entwickelt: Vereisung, Dehnungstechniken und gezielte Wärmeanwendungen. Heute kommen noch andere Verfahren hinzu wie Mikrostrom (in meiner Praxis als BCR im Einsatz) und milde Stoßwellenbehandlung.

Das Wissen über Triggerpunkte ist in der deutschen Medizin leider unvollständig angekommen. Obwohl es ein eindeutiges wissenschaftliches Konzept gibt, wird das Wissen über Triggerpunkte und die verursachten Beschwerden in der Medizinerausbildung nicht berücksichtigt. Und das, obwohl 80 % der Beschwerden des Bewegungsapparates und der so genannten funktionellen Beschwerden (Symptome, die auf Erkrankungen der Eingeweide schließen lassen, für die es aber keinen krankhaften Befund gibt) durch Triggerpunkte verursacht sind. Bereits beim Antritt meiner ersten Stelle 1987 in einer orthopädischen Rehabilitationsklinik wurde ich vom Oberarzt auf bestimmte Punkte aufmerksam gemacht: „Diese Punkte muss man suchen. Dann kann man mit Quaddeln und Infiltrieren mit einem Lokalanästhetikum die Beschwerden lindern.“ Das damals bekannte Konzept in Deutschland war die diagnostische und therapeutische Lokalanästhesie. Hierbei wurden sogenannte „DAWOS“-Punkte (von: DA, WO'S weh tut.) anästhesiert. Ich habe damals schon die Beobachtung gemacht, dass die Schmerzen zwar vorübergehend gebessert wurden, aber keine langfristige Heilung erreicht wurde. Noch in den ersten Jahren meiner Tätigkeit als Hausarzt habe ich die Lokalanästhesie sehr häufig angewandt.

Bis 2005 wusste ich nicht, dass es über Triggerpunkte wissenschaftliche Untersuchungen gab. Damals erschien ein sehr interessanter Artikel über Triggerpunkte in der wichtigsten deutschen Ärztezeitschrift, dem Deutschen Ärzteblatt. Offenbar spielen Triggerpunkte in der manuellen Medizin (oder auch Chirotherapie) eine Rolle bei Gelenkfunktionsstörungen. Interessanterweise sehen die Manualtherapeuten, die Ursache der Beschwerden immer noch im Gelenk, obwohl inzwischen eindeutig die muskuläre Ursache bewiesen ist.

2006 hatte ich bei einem Fortbildungskongress in Bad Orb ein Aha-Erlebnis. Ein Kollege aus Wiehl stellte sein Konzept der Triggerpunkt auflösenden Schmerzbehandlung (TriAS) vor. Zunächst dachte ich: „Diese Punkte kenne ich doch schon lange.“ und war etwas gelangweilt. Dr. Kohls führte dann an einigen Kollegen seine Methode der Triggerpunktakupunktur vor. Einer dieser von Dr. Kohls mit einem kurzen Nadelstich behandelten Ärzte war mein Sitznachbar. Ich kannte ihn vorher nicht. Als er von der Behandlung zurückkam sagte er zu mir: „Erstaunlich! Ich bin mit Kopfschmerzen hierher gekommen. Die sind jetzt weg.“ Diese wenigen Worte haben mich überzeugt. Ich besorgte mir Akupunkturnadeln und bot die Behandlung in meiner Praxis an. Eine ältere Dame, die schon seit Jahren wöchentlich zur therapeutischen Lokalanästhesie kam, war die erste. Sie kam erst nach zwei Wochen wieder und war sehr zufrieden, die Behandlung sei viel besser gewesen als vorher. Inzwischen kommt sie nur noch alle 3-4 Monate.

Selbstverständlich habe ich mich inzwischen sehr intensiv mit dieser Methode beschäftigt, Kurse besucht und ein Diplom erworben. Bei der Triggerpunktakupunktur wird eine Akupunkturnadel in den Triggerpunkt gestochen. Da dieser sehr klein ist, ist viel Erfahrung und chirurgische Präzision erforderlich. Ein Medikament wird nicht angewandt, Nebenwirkungen sind selten. Ja, der Stich kann schmerzhaft sein. Aber auch Kinder halten sie aus und profitieren.

 

Hausärztlich tätiger Internist - Geriatrie

Facharzt für physikalische und Rehabilitative Medizin

kardiovaskulärer Präventivmediziner DGPR

 

 

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